Die Zukunft der User Experience –
UX Retreat 2017

Bei dem zweitägigen Future UX Retreat in Can Picafort, Mallorca, trafen am 16. und 17. Mai UX Experten von Unternehmen wie Google, SAP, IBM und der Bundesdruckerei aufeinander um sich über die Zukunft der User Experience (UX) zu unterhalten. Neben der Erläuterung der strategischen Herausforderungen im Handlungsfeld der User Experience sollte bei den 15 Teilnehmern das Ziel sein, eine gemeinsame Vision für die Zukunft der User Experience zu entwickeln. Organisiert und veranstaltet wurde das Retreat von der untrouble GmbH.

Doch warum findet zum Austausch ein Retreat statt?

Ein Retreat soll einen Rückzugsort darstellen. Konkret bedeutet dies für die Teilnehmer einige Tage aus dem Büro-Alltag und alltäglichen Arbeitsleben herauszukommen und stattdessen die Energiespeicher aufzutanken und ein Blick über den Tellerrand zu wagen. Anders als bei gewöhnlichen Expertentreffen gibt jede/r UX Experte einen Einblick in sein Arbeitsumfeld und seine Branche. Dadurch und durch die geringe Teilnehmerzahl entsteht ein spannender, intensiver und dialogorientierter Austausch.

Nach der Anreise zum Hotel Exagon Park und dem Kennenlernen der Teilnehmer am Montag, startete der erste Workshop Tag im Konferenzraum des Hotels, wo Dr. Ronald Hartwig als Organisator und Mitgründer der untrouble GmbH das Event eröffnete. Die Teilnehmer erwarteten zwei Tage geballte UX-Power: Best Practices, Strategien, Ideen, Herausforderungen und ein Ausblick.

Impulsvorträge der Teilnehmer

Die Veranstaltung sollte vor allem davon leben, dass jeder Teilnehmer einen Beitrag leistet indem er einen Vortrag hält.

Unter dem Motto „Every great experience starts with a great story“ präsentierte Thomas Biedermann von SAP das Tool Scenes, mit dem kreative Storyboards erstellt werden können. Weitere Impulse zum Thema UX gab es am Nachmittag durch den Vortrag von David Jacken und Roman Reindler von der Fiducia & GAD, die sich schwerpunktmäßig mit dem Spannungsfeld Multikanal befassen.

Dass Design Thinking mehr als nur Lösungen entwickeln bedeutet, erläuterte Jens Heuer von IBM, der darüber hinaus die Top 9 im Bereich Design Thinking vorstellte. „Don’t do Design Thinking. Live it and breathe it!“

Maren Mäuselein von der Bundesdruckerei befasste sich in ihrem Impulsvortrag mit den verschiedenen Rollen im Bereich UX: Welche Qualifikationen umfasst UX? Wird es in Zukunft einzelne Spezialisten geben? Oder ist der Designer doch der UX-Hero, der alle Disziplinen beherrscht?

Der zweite Tag begann mit spannenden Einblicken in aktuelle und zukünftige Interfaces in Videospielen. Da diese oft technischer Vorreiter sind und neue Hardware etablieren, zeigte Kathrin Scherlebeck von untrouble auf, welche User Interfaces es in Zukunft geben könnte.

Weitere Impulse zum Thema UX gab Kai Strieder von shogano in seinem Vortrag „UX² – User Experience Experience: Wo verortet sich UX zwischen Scrum, Kanban, DevOps und Produktmarketing?“.

Die aktuelle Entwicklung, dass heutzutage jeder die Möglichkeit hat, Content zu veröffentlichen und zu verbreiten, beschäftigt auch die UX Experten. Daher stellt sich die Frage, wie sich UX der damit verbundenen Verantwortung stellen kann und wie in der Zukunft verantwortungsvolle Tools entwickelt werden können, die dem freien Meinungsaustausch dienen, aber diesen nicht außer Kontrolle geraten lassen. Zu dieser Thematik gab es spannende Insights von Michael „Mitch“ Hatscher von google.

… und produktive Gruppenphasen

In den täglich stattfindenden Gruppenphasen befasste sich eine Gruppe mit dem Thema „Zukunft UX als Technologie“, während sich die andere Gruppe Gedanken zu „Zukunft UX als Vorgehensmodell“ machte. Als Leitfragen wurden folgende Fragen definiert: Wohin bewegt sich das Thema User Experience in der Zukunft? Welche Erwartungen werden wir in ein paar Jahren daran haben? Was müssen großartige Produkte dann für Eigenschaften haben? Wie wird User Experience in Zukunft praktisch umgesetzt? Welche Entwicklungsmodelle überstehen den Hype-Cycle? Was sind vernünftige Anpassungen und was muss noch besser verstanden und umgesetzt werden?

Auch am zweiten Tag fand zum Abschluss des Tages wieder eine Gruppenphase statt. Anschließend wurden die dort erarbeiteten Erkenntnisse präsentiert und es entstand eine lebhafte Diskussion. Die Ergebnisse werden derzeit zusammengefasst und schon bald veröffentlicht!

Future UX Gruppenfoto 2017

Das Fazit nach zwei Tagen voller User Experience?

Intensive Fachgespräche, gemeinsamer Austausch und vor allem die Erweiterung des UX Netzwerkes haben zu dem Erfolg des UX Future Retreats beigetragen. Auch untrouble Mitgründer Dr. Ronald Hartwig ist zufrieden und berichtet begeistert: „Mit diesem Format bringen wir seit Jahren Experten und Praktiker zusammen, aber dieses Mal hat einfach alles gepasst: Wir haben als „Future UX“-Group sehr fundiert über die Zukunft gesprochen, viel voneinander gelernt und uns wohl gefühlt. Wir freuen uns schon auf die Schwesterveranstaltung in Deutschland im Herbst und die Wiederauflage des Retreats in 2018.“ Es bleibt spannend in welche Richtung sich die UX entwickeln wird. Aber eins ist sicher: Wir freuen uns auf die Zukunft und warten darauf, ob wir mit unseren Vermutungen Recht behalten.

In diesem Sinne: yoU eX – und Prost!

Darüber hinaus findet im Herbst zum wiederholten Male die Veranstaltung „UX Heads“ statt. Praktiker aus verschiedenen Unternehmen erzählen von ihren Best-Practices und diskutieren in einem exklusiven Rahmen einer geschlossenen Gemeinschaft über Herausforderungen und gute Ideen. Dieses findet in einer noch festzulegenden Location im Raum Bonn/Dortmund am 17.10.2017 statt und ist für die Teilnehmer kostenfrei.

Haben Sie Interesse an weiteren Informationen zum Retreat, zur Veranstaltung UX Heads 2017 oder an einer individuellen Veranstaltung dieser Art? Dann kontaktieren Sie uns doch gerne!

2017-06-13T09:17:29+00:00